Kernthesen zum Bereich Rechtschreiben

 

  • Unsere Rechtschreibung bildet weder die gesprochenen Laute ab, noch stellt sie ein logisch strukturiertes, klares System dar.
  • Trotzdem beschreitet die traditionelle Rechtschreibdidaktik Wege, die Hören und Logik ins Zentrum stellen. Diese Art des Lernens wirft besonders jene Kinder aus dem Gleis, die besonders gut hören und besonders logikorientiert denken, die Legastheniker.
  • Die täglich neuen Rätsel führen immer tiefer in die Unsicherheit:
    • Wann schreibt man v, wann schreibt man f?
    • Was schreibt man groß, was schreibt man klein?
    • Wenn ein -i- lang gesprochen wird, wann gehört dann ie,
      wann ih, wann ein ganz gewöhnliches i, und wann gar ieh?
      (Vgl.: hier, ihr, mir, sieht)
    • Wenn ich „ks“ spreche, was muss ich dann schreiben, ks, x,
      chs, gs oder cks?
  • Trotzdem gibt es Kinder, die die Rechtschreibung problemlos erlernen. Doch das liegt nicht an der Qualität der althergebrachten Methoden, sondern daran, dass diesen Kindern ein Lernweg offen steht, über den andere nicht verfügen: ein fotografisches Wortbildgedächtnis.
  • Eine neue Art des Rechtschreibunterrichts ist gefragt, wenn wir aufhören wollen, Rechtschreibschwäche zu erzeugen.

 

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